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AMIS 7, das Hintergrundsystem der Zukunft!

Auf Basis der umfangreichen Erfahrungen, die vedisys in den letzten dreizehn Jahren im ÖPNV sammeln konnte, wurde nun die AMIS 7 Produktreihe entwickelt.

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Im ersten itcs-Seminar des Jahres 2012 werden wir innovative Produkte und Systeme aus der Industrie mit den Schwerpunkten Kommunikation und itcs-Anwendungen vorstellen. vorstellen. Neue Kommunikationstechnologien verbessern den Mehrwert eines itcs und offene Schnittstellen untersützen die Kernprozesse und führen zu einem effizienteren Unternehmensmanagement.

Hier zur Anmeldung bei der beka.

Programmflyer zum Download hier.


itcs-modular, innovativ, effizient Branchentreffpunkt in Hannover

Über 55 Teilnehmer, 8 ausstellende Firmen und 9 Vorträge namhafter Referenten machten das itcs-Seminar am 28. und 29. Oktober in Hannover zum Branchentreffpunkt. Im Rahmen des Seminars, das von Berthold Radermacher, VDV und Johann Schmickl, SSB geleitet wurde, wurde zudem der itcs-Innovations Award 2009 verliehen.

 

itcs Logo

 

 

Hartmut Reupke, BVG führte in das Thema ein und moderierte die Diskussionsrunde im Anschluss an die jeweiligen Referate. Im ersten Vortrag berichtete Andreas Weisskopf, Weisskopf Engineering von den Standardisierungsempfehlungen itcs plus, die auch vom VDV-Fachgremium itcs getragen werden. Ziel ist die Erstellung eines Baukastens von itcs-Funktionen, der als Grundlage für eine VDV-Schrift dient (z.Zt. liegt Entwurf vor). In den Kategorien Light, Standard und Advanced erfolgt eine standardisierte Funktionsbeschreibung.

Die Erfahrungen bei der Einführung von itcs und Digitalfunk bei den Kölner Verkehrsbetrieben KVB schilderte Peter Jacobs. Bei guter Akzeptanz des Digitalfunksystems sind noch nicht alle gewünschten Funktionen realisiert. Für den Netzbetrieb ist viel Expertenwissen erforderlich, deshalb stellt sich grundsätzlich auch die Frage der Vermarktung.

Die Ausführungen zur itcs-Ergonomie der Bedienoberflächen von Gerd Kempel, VGF konzentrierten sich vor allem auf die Visualisierung und die Bedienung. Am Beispiel von Grafiken bzw. Checklisten analysierte er Bedienelemente und gab anwendungsorientierte und erfahrungs-basierte Empfehlungen.

Florian Bitzer, SSB, zeigte die Entwicklung zur bildschirmbasierten Fahrgastinformation in Stadtbahnen der SSB auf. Betriebliche Informationen haben Vorrang, der Infotainment-Teil soll herstellerneutral integriert werden. Derzeit sind in 10 Bahnen die Bildschirme eingebaut. Von 2 grundsätzlich unterschiedlichen Lösungsansätzen wird die systemintegrale Lösung favorisiert. In einer intensiven Diskussion wurde vor allem die fehlende Standardisierung bemängelt und gleichzeitig auch als Auftrag an den VDV formuliert. Zudem wurde klar, dass letztlich das Verkehrsunternehmen in Verantwortung für den nachhaltigen Content-Einsatz steht.

Das derzeit flächenhaft größte itcs stellten Dieter Behrendt, DB Stadtverkehr Bayern und Volker Grunow, BLIC vor. 4 Busgesellschaften des DB Stadtverkehrs haben ihre Anforderungen formuliert. Ziel ist eine übergreifende ITCS- Infrastruktur und die Anbindung der Infrastruktur der einzelnen Gesellschaften an das ITCS. Rahmenbedingungen dieses Großprojekts, z.B. bei der Fördermittelbeantragung, der Lastenheftbearbeitung oder der Vergabe veranschaulichte Volker Grunow, wobei er besonders auf die Abstimmungsmechanismen und die Zusammenarbeit der Projektpartner einging.

Besuche der begleitenden Fachausstellung und vor allem ein reger Erfahrungsaustausch nach dem Vortragsprogramm schlossen sich an und wurde im Rahmen des Forums am Abend nach der Verleihung des itcs-Innovations-Awards an die INIT AG fortgesetzt. Der UA itcs bedankte sich mit einem Präsent bei Frau Behnke, beka für die ausgezeichnete Vorbereitung und Durchführung des Seminars, das zum 5. Mal in Hannover stattfand.

Der zweite Seminartag begann mit einem Statusbericht zu itcs-KöR von Franz-Josef Senf, DSW. Itcs-KöR ist ein Gemeinschaftsprojekt von 4 Verkehrsunternehmen im östlichen Ruhrgebiet, das den Aufbau eines Digitalfunksystems als Kommunikationsplattform und des betriebsübergreifenden ITCS vorsieht. Der Probebetrieb läuft gerade. Diskutiert wurden Standardisierungsnotwendigkeiten, da sich mehrere spezifische Lösungen abzeichnen.

Berthold Radermacher, VDV, seit 2000 für den VDV im Thema eTicket zu Hause, gab einen Überblick über die Entwicklung der VDV-Kernapplikation und den Status quo eTicket in Deutschland und Europa. Vor allem die EU-Standardisierungsperspektiven sind zu beachten. Daraus leitet sich ein zusätzlicher Zwang zur Interoperabilität ab. Gerd Petermann erläuterte, welche Anforderungen, abgeleitet aus der Kernapplikation, auf die Verkehrsunternehmen
zukommen (können). In einer Art Vorausschau appellierte er an die Industrie und die Verkehrsunternehmen sich frühzeitig mit der Thematik auseinander zu setzen.

Helmut Iffländer berichtete als Leiter des Projektteams „Störungsmanagement“ des UA itcs vom aktuellen Stand der Arbeiten. Die „12 Apostel“, so charakterisierte er sein Team, wollen eine erfolgreichere Leitstellenarbeit durch richtiges Handeln und gleichzeitig erfahrungsbasierte Empfehlungen für Mensch und Technik geben. Einzelne Dispositionsmaßnahmen wurden für Schulungszwecke aufbereitet und systematisiert. Sein Credo ist, mehr in die Entwicklung der Menschen (Disponenten) zu investieren, und kontinuierlich Schulungen durchzuführen. Neben den Unterlagen, die demnächst auf der website des UA itcs veröffentlicht werden, wird auch inzwischen bei der Beka ein Bündel von Seminaren zum Thema angeboten. Neu sind „Disponieren auf Leitstellen“ und „Störungsmangement für Fortgeschrittene“.

Zum Abschluss des Seminars referierte Kurt Stern, MVG München über eine auf DARC (analogem Rundfunksignal) basierende kostengünstige Lösung für Fahrgastinformations-Anzeiger an Haltestellen. Senderstandort ist ein BR4-Sender. Analoger Rundfunk hat derzeit eine erheblich bessere Energiebilanz als DAB. Erste Erfahrungen mit einer Testinstallation der vor allem in Nordeuropa verbreiteten Technologie liegen vor und zeigen, dass Probleme z.B. durch fehlenden Rückkanal beherrschbar sind. Die Genehmigung der Bundesnetzagentur liegt noch nicht vor. Die MVG wird die erforderlichen Schritte dafür einleiten und erwägt den Einsatz an Tram- und Bushaltestellen.

Mit einem rundum positiven Fazit, wobei er besonders die Qualität der Referate, die fachkundigen Diskussionsbeiträge und die begleitende Fachausstellung hervorhob, beschloss Hartmut Reupke die Veranstaltung. Er lud gleichzeitig zum itcs-Innovations-Seminar am 24./25. März 2010 in Bonn ein.