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AMIS 7, das Hintergrundsystem der Zukunft!

Auf Basis der umfangreichen Erfahrungen, die vedisys in den letzten dreizehn Jahren im ÖPNV sammeln konnte, wurde nun die AMIS 7 Produktreihe entwickelt.

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Im ersten itcs-Seminar des Jahres 2012 werden wir innovative Produkte und Systeme aus der Industrie mit den Schwerpunkten Kommunikation und itcs-Anwendungen vorstellen. vorstellen. Neue Kommunikationstechnologien verbessern den Mehrwert eines itcs und offene Schnittstellen untersützen die Kernprozesse und führen zu einem effizienteren Unternehmensmanagement.

Hier zur Anmeldung bei der beka.

Programmflyer zum Download hier.


Quo vadis Analogfunk?

Potenzielle Anwender / Frequenzsituation:

Im ÖPNV sind heute noch über 85% der Anwender mit ihrer Funkkommunikation im Analogfunk, wobei auch große Verkehrsunternehmen wie Bremen, Frankfurt, Hannover, München und Stuttgart noch nicht den Digitalfunk ausgeschrieben haben.
Was antworten eigentlich heute die Anwender, wenn man nach dem eingesetzten analogen Betriebsfunk in ihrem Unternehmen fragt?

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Für viele heißt die Zukunft schlicht und ergreifend  „Digitalfunk“, denn einerseits bekommt man die Investition weitgehend über Fördermaßnahmen abgedeckt und andererseits gibt es nach Meinung der Anwender kaum noch Hersteller für einen Analogfunk mit neuer Geräte- und Systemtechnik.
Auch die Dauer der Frequenzsicherheit im 2m-Band ist immer noch in den Köpfen, obwohl es aufgrund der immensen Anzahl von Anwendern in diesem Frequenzband keinen Zweifel daran geben kann, dass diese Frage in den nächsten Jahren Relevanz bekommen wird.
Vielmehr ist es so, dass mit TETRA im 400-Mhz-Bereich noch immer die Probleme – sprich Frequenzengpässe – in den Ballungsgebieten vorhanden sind, die auch von der BNetzA aufgrund der langfristigen Belegung durch andere Anwender in diesem Frequenzsegment nicht bereinigt werden können.

Wovon man weniger spricht:

Die Investitionskosten sind einmalig und förderfähig; die Folgekosten trägt der Anwender – jedes Jahr – alleine.
Hierbei kommen auch größere Anwender mit entsprechendem fachlichen Know-how um einen kostenintensiven Supportvertrag nicht herum, aber alles andere an Instandhaltung kann über eine umfangreiche Schulung beim Hersteller weitgehend abgedeckt werden, wenn ich dafür hochqualifiziertes Personal mit den erforderlichen Messplätzen im Funkbereich habe.
Sofern Maßnahmen vom Hersteller – gleichgültig, ob es sich um Erweiterungen oder nicht im Supportvertrag stehende Maßnahmen handelt - durchgeführt werden müssen, dann kann man von „Mehrungen“ ausgehen, die denen im ITCS-Bereich nicht nachstehen.

Großen Trost findet man aber bei der Feststellung, dass die Anlagen sehr stabil laufen, was sowohl für die Endgeräte als auch die Basisstationen gilt. Man muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass beim Wechsel auf TETRA nichts mehr so bleibt, wie es einmal war.
Alle Fahrzeuggeräte + Antennen, die gesamte Infrastruktur mit dem Faktor 2 an Standorten (alt + neu) sowie einer Reihe neuer Subsysteme und der kostenintensive Tausch des unterirdischen „Schlitzbandkabels“ stehen dann auf dem Programm!

Die Idee, dass man „Dritte“ mit ins Digitalfunknetz nimmt, um seine Kosten etwas abzufedern, ist gut. Hier gelten aber „besondere Spielregeln“, die mit dem Zuschußgeber abzustimmen sind, damit nicht am Ende unerwartete „Rückzahlungsforderungen“ von dieser Seite kommen.
In der Regel sind konzerninterne Anwender oder andere Verkehrsunternehmen der Region genehmigungsfähig, aber bei Industrieunternehmen liegt die Entscheidung dann nicht mehr beim Anwender. Hier ist von Fall zu Fall das Gespräch mit dem Zuschußgeber zu suchen, wobei es sich nach unserer Meinung um einen „Graubereich“ handelt, der auch generell positiv von dieser Institution entschieden werden könnte.
Klar ist hierbei aber, dass keine „Gewinne“ erzielt werden dürfen!
Dieser Nachweis und die Nutzung des eigenen Digitalfunknetzes bedarf wiederum spezifizierter Verträge mit den „Dritten“.

Zurück zum Analogfunk:

Noch immer ist der Analogfunk / Betriebsfunk das wirtschaftlichste Funksystem für den Anwender, das auf dem Markt ist.
Der Analogfunk soll – so die entsprechenden Hersteller und Funkfachhändler - durch DMR schnellstmöglich abgelöst werden, wobei man hier in die komfortable Möglichkeit versetzt wird, zum Zeitpunkt „X“ mit verhältnismäßig geringem Aufwand an Kosten und Zeit von analog nach digital zu migrieren!
Wir gehen heute davon aus, dass – wie von der Herstellern selbst ausgesagt – DMR zur Zeit wirklich nur für großflächige Funknetze mit geringer Teilnehmerzahl (z.B. Autobahnmeistereien) eingesetzt werden kann. Das DMR ebenfalls im 2-m-Frequenzband arbeitet, ist ein echter Vorteil für diese Systemtechnik.
Noch fehlt aber ein größerer „Pilot“ wie ein Verkehrsunternehmen mit seinen Leistungsanforderungen und Schnittstellen wie z.B. zum ITCS, um detaillierte Aussagen darüber zu bekommen, was DMR leistet – und was es am Ende wirklich kostet.
Wenn man noch tiefer in die Thematik einsteigt, dann stellt man sich unwillkürlich die Frage, ob es nicht auch noch einige Jahre der Analogfunk bringt, der ebenfalls heute mit neuer Geräte- und Systemtechnik auf dem Markt zu finden ist.
Aber auch dann sollte ich meine Funkkommunikation in der ersten Phase erst einmal optimieren, d.h. , man muss sowohl den oberirdischen als auch den – wenn vorhanden - unterirdischen (Schlitzbandkabel) Bereich des erforderlichen Funkversorgungsbereiches untersuchen.
In der zweiten Phase geht es dann an die Fahrzeugfunkgeräte und ortsfesten Sende-/Empfangsstationen, wobei man sich mit einer modernen Analogfunktechnik und IP-Gleichwelle für die Zukunft gut aufgestellt ist.

Diese Aussage gilt auch ganz klar für größere Verkehrsunternehmen, wobei man eine Reihe von komplexen Schnittstellen weitestgehend übernehmen kann.
Die Frage nach der möglichen Datenübertragung muss separat ins Auge gefasst werden, wobei– entsprechend den betrieblichen Anforderungen – auch hier andere kostengünstige Systemtechniken mit einbezogen werden müssen, die auf dem Markt sind.
Wenn man dann noch die Migration nach „DMR digital“ in der Rückhand behält, dann ist die Zielsetzung einer „zukunftsorientierten  Funkkommunikation“ eigentlich – auch mit einem Bruchteil der Kosten – zu erreichen, wobei auch die Zielrichtung mit Analogfunk / DMR etwa 50-60% unter denen von TETRA liegen dürfte.
„Nice to have“ war gestern; heute geht es um das, was der Betrieb wirklich benötigt, um den Anforderungen heute und morgen kostengünstig gerecht zu werden!

Hier kann z.B. in einem internen Workshop mit Geschäftsführung, Betriebsleiter, Betriebsrat, Betriebsleitstelle, Fahrbetrieb etc. in einem sachlichem Diskussionsaustausch aufgezeigt werden, was es für Funk-Technologien gibt,

  • was sich das eigene Unternehmen leisten kann,
  • welche Leistungsmerkmale nicht umgesetzt werden können,
  • welche vergleichbaren Technologien eingesetzt werden können und
  • welche Technik - als Ergebnis des Workshops - man weiter für den zukünftigen Unternehmenseinsatz verfolgen sollte.

Die bsv hat Erfahrung mit dem Gesamtpaket „Analog- / Digitalfunk“, was sowohl die Beratung im Vorfeld als auch die aktive Projektbegleitung vor Ort einschließt.

Dipl.-Ing. Dieter Forkert