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AMIS 7, das Hintergrundsystem der Zukunft!

Auf Basis der umfangreichen Erfahrungen, die vedisys in den letzten dreizehn Jahren im ÖPNV sammeln konnte, wurde nun die AMIS 7 Produktreihe entwickelt.

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Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) baut die Dynamische Fahrgastinformation (DFI) an Haltestellen weiter aus.

Dynamische Fahrgastinformation (DFI):
  • MVG-Neuentwicklung ermöglicht weiteren Ausbau
  • 240 zusätzliche Anzeiger für Bus und Straßenbahn
  • Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk
München, 23. August 2011 – Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) baut die Dynamische Fahrgastinformation (DFI) an Haltestellen weiter aus. In den
kommenden zwei Jahren werden rund 240 neue Anzeiger an Bus- und Tramhaltestellen installiert. Zum Einsatz kommen dabei neu entwickelte, „schlanke“
Anzeiger, die wesentlich kostengünstiger zu beschaffen und zu betreiben sind als die bisher verwendeten Geräte. Nur so ist der weitere DFI-Ausbau überhaupt
finanzierbar, nachdem das seinerzeitige Förderprogramm mit den bisher installierten Geräten ausgeschöpft war. Ein erster Prototyp der neuen Geräte-Generation
wurde heute an der Tram-Haltestelle Borstei in Moosach installiert.

Logo Bayerischer Rundfunk     MVG Logo

Clever: Batteriebetrieb und Radioempfang
Die neuen Anzeiger sind kompakter und leichter als ihre Vorgänger. Sie lassen sich aufgrund ihrer handlichen Ausmaße und des geringen Gewichts (5 kg) un-
kompliziert und ohne eigenes Fundament an nahezu jedem Standort montieren. Hinzu kommt, dass sie vollkommen unabhängig von der bestehenden Infrastruk-
tur funktionieren. So brauchen die engergieeffizienten LCD-Displays Dank Batterie keinen eigenen Stromanschluss. Und auch die Datenversorgung erfolgt auf
unkonventionelle und kostengünstige Weise: Die Anzeiger bekommen ihre Informationen aus dem MVG-Betriebszentrum nicht mehr über einen herkömmlichen
Funkempfänger für den Betriebsfunk oder eine eigens zu verlegende Festleitung, sondern per UKW. Dazu kooperiert die MVG mit dem Bayerischen Rundfunk
(BR). Für die Übertragung wird der so genannte Radio Data Channel (DARC) einer BR-Frequenz zur drahtlosen Übertragung der Echzeitdaten genutzt.

MVG Anzeigetafel


Bewährt: Countdown in Minutenschritten
Der Funktionsumfang der neuen Anzeiger unterscheidet sich kaum von den bisher bekannten Geräten. Angezeigt werden bis zu drei Abfahrtszeiten (Count-
down in Minutenschritten). Welche Haltestellen in den nächten zwei Jahren mit den neuen Geräten ausgestattet werden, wird unter anderem anhand des Kundenaufkommens ermittelt. Die Kosten der Anzeiger belaufen sich auf etwa 10 Prozent der bisher üblichen Summe.

MVG-Chef Herbert König: „Zwar hat sich die Bedeutung von DFI an den Haltestellen durch die erfolgreiche Einführung unseres Handy- und Internetdienstes
‚MVG live’ sowie der Verbreitung von Smartphones zwischenzeitlich etwas relativiert. Ein vollwertiger Ersatz für stationäre Anzeigen an den Haltestellen sind
mobile Servicedienste jedoch noch nicht, da natürlich nicht jeder Fahrgast über ein internetfähiges Handy verfügt. Deshalb wurde auch von Kunden wie auch von
Bezirksausschüssen immer wieder der weitere Ausbau der DFI an weiteren Haltestellen gefordert. Befragungen zeigen, dass die dynamischen Anzeigen sehr
beliebt sind: 96% nutzen die DFI-Anzeigen bei Bus und Tram und 86% halten sie für unverzichtbar. Deshalb hatte ich unsere Fachleute beauftragt, intensiv nach
einer kostengünstigeren Lösung zu suchen, die den weiteren Ausbau bezahlbar macht. Und sie waren erfolgreich: Ich freue mich daher, dass wir jetzt den Ausbau
in Kooperation mit dem BR fortesetzen können. Umfangreiche Tests der Datenversorgung mit dem BR und der für die Frequenzbelegung zuständigen Bundes-
netzagentur haben gezeigt, dass das System stabil und zuverlässig läuft. Für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit danke ich beiden Partnern.“

Helwin Lesch, Leiter der BR-Hauptabteilung Programmdistribution: „Wir freuen uns, dass, dank der Kooperation mit der MVG, die BR-Infrastruktur zur Pro-
grammverbreitung nicht nur für Verkehrs- und Reiseinformationen für Autofahrer, sondern auch für die Information der Kunden des öffentlichen Personennah-
verkehrs genutzt wird."

MVG Anzeiger

 

MVG Anzeigedaten


Beliebt: Echtzeit-Auskünfte statt Fahrplandaten
Die elektronischen Anzeigen an den Haltestellen sind deshalb so populär, weil sie bekanntlich nicht den Fahrplan abbilden, sondern Echtzeitdaten, die die Betriebsleitsysteme von U-Bahn, Bus und Tram generieren, indem der Fahrplan der einzelnen Fahrzeuge laufend mit ihrem tatsächlichen Standort abgeglichen wird. Neben der DFI bei Bus und Tram (derzeit 313 Anlagen an 146 Haltestellen) gibt es vergleichbare Anzeigen in U-Bahnhöfen, für Handy- und Internetnutzer sowie künftig auch direkt in den Verkehrsmitteln.

  • Die ersten elektronischen Zugzielanzeiger (ZZA) an den U-Bahnsteigen wurden 2004 eingeführt, 2005 begann der Serieneinbau. Die TFT-Flachbildschirme ersetzen nach und nach die alten Fallblattanzeiger an den U-Bahnsteigen, die seit 1980 in Betrieb sind. Die neuen Monitore zeigen die Wartezeit bis zur Abfahrt der nächsten drei Züge in Minutenschritten an und können bei Bedarf um eine Lauftextzeile mit aktuellen Informationen und Störungsmeldungen ergänzt werden. Zurzeit gibt es 300 elektronische Anzeiger in 64 U-Bahnhöfen. Bis 2013 sollen sämtliche alten Anlagen gegen elektronische ZZA ersetzt werden (Endzustand: 438 Anzeiger).
  • Die DEFAS-Monitore (DEFAS = Durchgängiges Elektronisches Fahrgastinformations- und Anschlusssicherungs-System) finden sich seit 2005 an größeren Knotenpunkten. Sie zeigen die nächsten Abfahrtszeiten verkehrsmittelübergreifend an (U-Bahn, S-Bahn, Bus, Tram). Zurzeit gibt es 43 Anlagen in 22 Sperrengeschossen. Der DEFAS-Ausbau wurde wie das bisherige DFI-Projekt mit hohen Zuschüssen des Freistaats Bayern gefördert.
  • Für Internet- und Handynutzer steht seit September 2008 außerdem MVG live zur Verfügung. Die Internetseite und ihre Handy-Version bietet Fahrgästen die Möglichkeit, die tatsächlichen Abfahrtszeiten aller mehr als 1.100 MVG-Haltestellen abzurufen.
  • iPhone-Nutzer können außerdem die Anwendung „MVG FahrInfo München“ herunterladen, mit der sich innovative Möglichkeiten der Fahrgastinformation eröffnen. Weitere Infos: www.mvg-mobil.de

In den Fahrzeugen wird die elektronische Fahrgastinfo ebenfalls weiter Einzug halten: Schon seit einigen Jahren lassen SWM/MVG alle neuen Fahrzeuge ab
Werk mit TFT-Monitoren ausstatten, die u.a. die nächste Haltestelle und den weiteren Linienverlauf angezeigen. Über die nächsten Jahre werden sämtliche
Straßenbahn- und U-Bahn-Züge mit einem umfassenden Fahrgastinformations- und Infotainmentsystem ausgerüstet, das in einer späteren Ausbaustufe auch die
Darstellung von Echtzeitdaten vorsieht. Fahrgäste haben dann die Möglichkeit, insbesondere die tatsächliche Wartezeit bis zur Abfahrt von Anschlussverkehrs-
mitteln, auf den Infomonitoren direkt im Zug abzulesen.


Kontakt

Stadtwerke München (SWM)/
Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG)
Bettina Hess
Pressesprecherin
089 / 23 61-50 42
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www.swm.de