RBL-Light – das rechnergestützte Betriebsleitsystem
Dienstag, den 31. Januar 2012 um 17:35 Uhr
Grundstein für eines der größten RBL-Systeme Europas(Bremen/Berlin, 26. Januar 2012) „Wartet mein Anschlussbus?“, „Muss ich mich beim Umsteigen beeilen?“ oder „Bin ich pünktlich bei meiner Verabredung?“ – diese Fragen stellen sich Fahrgäste – gerade wenn Bus oder Zug Verspätung haben. RBL-Light gibt darauf Antworten. Bis 2014 werden die DB-Busgesellschaften den Großteil ihrer Flotte mit RBLLight ausgerüstet haben.
Ständiger Soll-Ist-Abgleich des Fahrplans
Wie funktioniert das System in der Praxis? RBL-Light bestimmt automatisch die exakte Position des Busses per GPS und sendet die Informationen an einen zentralen Server. Hier werden die Daten aufbereitet, ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt und den Disponenten, die bei den Busgesellschaften den Betriebsablauf steuern, am PC über das Internet zur Verfügung gestellt. Diese Daten in Echtzeit werden zukünftig auch an das Reisendeninformationssystem (RIS) der Deutschen Bahn übermittelt. Die RBL-Light-Software ist in den Bussen auf Smartphones oder Bordrechner installiert, die mit der Zentrale kommunizieren und Sprechverbindung zwischen Fahrer und dem Disponenten ermöglicht. Der Fahrer wird so bei Abweichungen automatisch über das Smartphone oder den Bordrechner informiert und kann sich auf die Situation einstellen.
Anschlusssicherheit
Bei Verspätungen der Bahn oder Zubringerbussen werden die Anschlussbusse über die Verzögerung informiert. Die Anschlussbusse können dem Zubringerbus signalisieren, ob sie die Verspätungszeit abwarten. Dies wird den Kunden im Zubringerbus mitgeteilt. Der Fahrgast kann die Fahrt also informiert fortsetzen. Sollte ein Anschlussbus die Verspätung des Zubringerbusses nicht abwarten können, kann sich der Kunde eine alternative Fahrt mit Hilfe des DBNavigators auf seinem Mobiltelefon berechnen lassen.
Informiert im Bus, an der Haltestelle oder unterwegs
Haltestellenansagen, dynamische Fahrgastinformationssysteme (DFI) an den Bushaltestellen und Linienverlaufsanzeigen in den Bussen oder bequemer Fahrplanabruf per Mobiltelefon komplettieren die Fahrgastinformation. So wird der Kunde aktuell und umfassend informiert. Wenn der Kunde knapp vor oder nach der eigentlichen Abfahrtszeit an der Haltestelle eintrifft, hat er die Möglichkeit, sich zu informieren, ob der Bus die Haltestelle bereits verlassen hat oder sich noch in der Anfahrt befindet. Diese verlässlichen Informationen stehen ihm jederzeit auch am Arbeitsplatz, am Wohnort oder in der Freizeit über das Internet zur Verfügung.
Schnelle Analyse von Störungen, schnelle Reaktion bei Notfällen
Bei Störungen wie Straßensperrungen kann der Disponent Informationen auf einer digitalen Landkarte am Bildschirm analysieren und den Fahrern entsprechende Anweisungen geben. Die Reaktionszeit bei derartigen Störfällen wird dadurch erheblich verkürzt. In Notfällen kann die genaue Busposition direkt und unverzüglich an Einsatzund Hilfskräfte weitergeleitet werden.
Verspätungsanalyse
Ohne großen Aufwand kann die Verspätungssituation einzelner Linien oder Fahrten geklärt werden. Bei regelmäßig eintretenden Verspätungen kann eine Anpassung des Fahrplans vorgenommen werden. Diese Anpassung sorgt für eine Reduzierung der Verspätungen und damit für verlässlichere Auskünften und Anschlüsse.
Offen für alle
Bei RBL-Light handelt es sich um ein offenes, mandantenfähiges System. Weitere Unternehmen (auch Busgesellschaften, die nicht zum DB-Konzern gehören) können also integriert werden.
Datenzugriff gesteuert
Datensicherheit ist ein wesentliches Merkmal des Systems. Mit den Daten wird verantwortlich umgegangen. Der Disponent hat nur den Zugriff auf die Daten seines Unternehmens. Zugriffsrechte und Regeln stellen die Hoheit über die Daten für das jeweilige Unternehmen, welches sich als Mandant am System beteiligt, sicher.
Jürgen Kornmann
Sprecher Personenverkehr
Tel. +49 (0) 30 297-60010
Fax +49 (0) 30 297-60012
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.deutschebahn.com/presse
